Eine Einkaufsliste für die Woche, bei der der Mascarpone nicht ausgeht
Wie du die Fehlmengen aus allen Bestellungen sammelst, Mindestbestände festlegst und die Einkäufe nach Lieferanten gruppierst, damit sich der Großhandel lohnt.
Fehlt am Freitagabend eine einzige Zutat, kann das das ganze Wochenende verderben. Andererseits landet Mascarpone für drei Wochen im Müll, weil der Frischkäse nur kurz haltbar ist. Eine gute Einkaufsliste liegt irgendwo dazwischen: Du kaufst, was die Bestellungen verlangen, plus einen vernünftigen Vorrat an dem, was nicht verdirbt.
Beginne bei den Bestellungen, nicht beim Kühlschrank
Der häufigste Fehler ist eine Liste nach dem Motto „das fehlt wohl“. Besser ist es, die Reihenfolge umzudrehen:
- Sammle alle bestätigten Bestellungen der nächsten 7 Tage.
- Rechne für jede Bestellung das Rezept auf die richtige Portionenzahl um.
- Zähle die Mengen gleicher Zutaten aus allen Bestellungen zusammen.
- Ziehe ab, was du schon auf Lager hast.
- Was übrig bleibt, kommt auf die Liste.
Beispiel: Diese Woche hast du vier Torten mit Mascarponecreme, jede braucht 750 g Mascarpone. Zusammen sind das 3 kg. Im Kühlschrank liegt 1 kg, also kaufst du 2 kg nach, und nach dem Aufrunden auf ganze Packungen und einer Reserve für Korrekturen 2,5 kg.
Sicherheitsbestand und Mindestbestände
Lege für Zutaten, die du jede Woche brauchst, einen Mindestbestand fest, also die Menge, unter die du nie fällst. Bei Mehl kann das ein 25-kg-Sack sein, bei Puderzucker 5 kg, bei Kuvertüre 3 kg. Fällt der Bestand unter das Minimum, kommt die Zutat unabhängig von den Bestellungen auf die Liste.
Den Mindestbestand berechnest du am einfachsten so: durchschnittlicher Wochenverbrauch mal Zahl der Wochen zwischen den Lieferungen, plus eine kleine Reserve. Verbrauchst du 4 kg Butter pro Woche und der Großhandel liefert alle zwei Wochen, liegt das Minimum bei etwa 9 kg.
Was im Großhandel und was laufend kaufen
Nicht alles lohnt sich in großen Gebinden. Eine einfache Aufteilung:
- im Großhandel, einmal im Monat: Mehl, Zucker, Puderzucker, Stärke, Kakao, Schokolade, Nüsse, Fondant, Verpackungen und Tortenunterlagen,
- jede Woche: Butter, Sahne, Eier, tiefgekühlte Früchte,
- ein oder zwei Tage vor der Produktion: Mascarpone, Frischkäse, frische Früchte, essbare Blüten.
Großhandel lohnt sich nur, wenn du die Ware gut lagern kannst. Ein Sack Mehl in einem warmen, feuchten Raum ist ein fertiges Problem und keine Ersparnis.
Nach Lieferanten gruppieren
Eine nach Lieferanten aufgeteilte Liste spart Zeit und Geld. Du siehst sofort, ob die Großhandelsbestellung die Grenze für kostenlose Lieferung überschreitet und was du besser nebenbei im Laden kaufst.
| Lieferant | Was du bestellst | Wann | | --- | --- | --- | | Konditorei-Großhandel | Schokolade, Fondant, Verpackungen | einmal im Monat | | Lebensmittel-Großhandel | Mehl, Zucker, Butter, Sahne | jede Woche | | Molkerei aus der Region | Mascarpone, Eier | am Tag vor der Produktion |
Was zuerst kommt, geht zuerst raus
Neue Ware stellst du nach hinten ins Regal, ältere schiebst du nach vorne. Schreib auf jede geöffnete Packung das Öffnungsdatum. Das ist mühsam, aber so findest du im Kühlschrank keine drei offenen Sahnepackungen aus verschiedenen Wochen. Nebenbei hast du Ordnung, die bei einer Hygienekontrolle hilft.
> Mach einmal pro Woche, am besten am Einkaufstag, einen fünfminütigen Blick in Kühlschrank und Lager. Alles, dessen Datum bald abläuft, verbrauchst du zuerst oder trägst es als Verlust ein.
Wie Lagom dabei hilft
Lagom sammelt die Zutaten aus den bestätigten Bestellungen, zieht die Lagerbestände ab und erstellt eine nach Lieferanten gruppierte Einkaufsliste. Zutaten unter dem Mindestbestand kommen automatisch auf die Liste, und aus der Liste legst du direkt Lieferantenbestellungen an.
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